A n n a   N e t r e b k o ,   E l i n a   G a r a n c a ,   P l a c i d o   D o m i n g o ,   L e o   N u c c i   u n d   v i e l e   a n d e r e   b e r ü h m t e   O p e r n s t a r s   d e r   W i e n e r   S t a a t s o p e r   h e l f e n   b l i n d e n   ö s t e r r e i c h i s c h e n   K i n d e r n                       A n n a   N e t r e b k o ,   E l i n a   G a r a n c a ,   P l a c i d o   D o m i n g o ,   L e o   N u c c i   u n d   v i e l e   a n d e r e   b e r ü h m t e   O p e r n s t a r s   d e r   W i e n e r   S t a a t s o p e r   h e l f e n   b l i n d e n   ö s t e r r e i c h i s c h e n   K i n d e r n                       A n n a   N e t r e b k o ,   E l i n a   G a r a n c a ,   P l a c i d o   D o m i n g o ,   L e o   N u c c i   u n d   v i e l e   a n d e r e b e r ü h m t e   O p e r n s t a r s   d e r   W i e n e r   S t a a t s o p e r     h e l f e n   b l i n d e n   ö s t e r r e i c h i s c h e n   K i n d e r n                      

Was ist die diabetische Retinopathie?

Bei der DRP handelt es sich um eine Spätfolge von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) an der Netzhaut. Die Ursache der DRP liegt in einer Störung des Zellstoffwechsels durch chronisch stark erhöhte Blutzuckerwerte. Bei der Zuckerkrankheit können im wesentlichen 2 Formen unterschieden werden. Diabetes mellitus Typ 1 entsteht schon im Kindes- und Jugendalter und beruht auf einer fehlenden Produktion des Blutzucker-senkenden Hormons Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Beim Diabetes mellitus Typ 2, der erst im höheren Lebensalter auftritt, wird in der Bauchspeicheldrüse zuwenig Insulin produziert. Typ 2 zählt zu den so genannten „Wohlstandserkrankungen“ und entsteht bei vielen Menschen neben genetischer Veranlagung vorwiegend durch Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Aufgrund des immer besser werdenden Lebensstandards ist anzunehmen, dass die Anzahl der Diabetiker, und somit auch der DRP immer größer wird.

Wie entsteht eine diabetische Retinopathie?

Die Entstehung der DRP beruht auf einer Verengung und einem zunehmenden Verschluss der Netzhautgefäße, wodurch eine ausreichende Durchblutung der Netzhaut und ihre Versorgung mit Nährstoffen nicht mehr gewährleistet werden kann. Je länger eine Zuckerkrankheit besteht und je stärker der Blutzuckerspiegel schwankt, umso früher kommt es im der Regel zu einer DRP. Als weitere Risikofaktoren können Bluthochdruck, Rauchen und Phasen der hormonellen Umstellung (z.B. Pubertät oder Schwangerschaft) angesehen werden. Bei Typ 2 findet sich nach etwa 20 Jahren Diabetesdauer bei bis zu 90% der Betroffenen eine DRP, bei Typ 1 treten erste Anzeichen für die DRP meist schon nach 10-15 Jahren in Erscheinung. Im Erwachsenenalter stellt die DRP die häufigste Erblindungsursache in Europa und in den USA dar.

Wie kann die diabetische Retinopathie durch den Augenarzt festgestellt werden?

Netzhautveränderungen mit Fetteinlagerungen nach langjähriger Zuckerkrankheit
Netzhautveränderungen mit Fetteinlagerungen nach langjähriger Zuckerkrankheit

Im ersten Stadium der DRP sind bei der Untersuchung des Augenhintergrundes Gefäßveränderungen, kleine Blutungen und herdförmige Fettablagerungen an der Netzhaut erkennbar. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Beteiligung der Stelle des schärfsten Sehens (Macula) in Form einer Flüssigkeitsansammlung. Diesem so genannten diabetischen Maculaödem folgt später das Endstadium, die proliferative DRP. Durch die schlechte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Netzhaut, bedingt durch die Gefäßverschlüsse, werden als Reperaturversuch neue, krankhafte Gefäße gebildet, die in den Glaskörperraum vorwachsen können. In vielen Fällen kommt es bei dieser schwerwiegenden Form der DRP zu Blutungen und einer Abhebung der Netzhaut. Zusätzlich kann eine pathologische Gefäßneubildung an der Regenbogenhaut und im Kammerwinkel zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks führen.

Wie macht sich die diabetische Retinopathie beim Betroffenen bemerkbar?

Für den Zuckerkranken kann die DRP lange unbemerkt bleiben. Mit der Zeit treten jedoch fleckförmige Gesichtsfeldausfälle auf, die für den Patienten wie kleine schwarze Schatten imponieren. Mit zunehmendem Fortschreiten der DRP werden diese Schatten immer größer, und bei Beteiligung der Macula kommt es schließlich zu einer schwerwiegenden Reduktion der Sehschärfe.

Treten im Rahmen einer proliferativen DRP Blutungen im Glaskörperraum auf, oder kommt es zu einer Abhebung der Netzhaut, so verschlechtert sich die Sehleistung des Betroffenen ganz plötzlich.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei der diabetischen Retinopathie?

DRP nach großflächiger Argonlaser-Koagulation
DRP nach großflächiger Argonlaser-Koagulation

Um der DRP am besten Einhalt zu gebieten, ist es das wichtigste, für eine optimale Einstellung der Blutdruck- und Blutzuckerwerte zu sorgen, da starke Schwankungen dieser Parameter die Entstehung einer DRP besonders beschleunigen. Regelmäßige augenfachärztliche Kontrolluntersuchungen stellen ein weiteres wichtiges Standbein in der Therapie und Vorbeugung der DRP dar. Veränderungen der Netzhautgefäße und kleinere Blutungen sollten vom Augenarzt rechtzeitig durch eine so genannte Argonlaser-Koagulation behandelt werden, um eine Rückbildung der krankhaften Gefäßneubildungen zu erreichen. Bei Vorliegen eines Maculaödems kann die Injektion eines Kortisonpräparates in den Glaskörper eine Verringerung der Flüssigkeitsansammlung unterstützen. Bei einem plötzlichem Visusverlust durch Glaskörperblutungen oder einer Netzhautabhebung muss der Glaskörper operativ entfernt werden, um die Netzhaut mit einer Laserbehandlung wieder zum Anliegen zu bringen. Eine neue Therapieform in der Behandlung der DRP ist die wiederholte Injektion von Antikörpern (z.B. Macugen®, Lucentis®, Avastin®) in den Glaskörperraum, um die Gefäßneubildungen bei der proliferativen DRP hintan zu halten.

Interessante Links
Sehbehinderungs-Simulator unter www.absv.de/sbs/sbs_intro.html